Wenn Sie saftig gekochte Hühnchen sehen, die ordentlich aufgereiht an einem Essensstand hängen, handelt es sich um eines von Singapurs Nationalgerichten – Hainanese Chicken Rice (Hainanesischer Hühnchenreis)

Es ist nicht nur ein allgegenwärtiger Anblick in den Hawker Centres im ganzen Land, sondern steht auch in vielen großen Restaurants und sogar Hotel-Cafés auf der Speisekarte. Alle bieten das gleiche Gericht zu unterschiedlichen Preisen an: mundgerechte Fleischstückchen – oder ein ganzes Hähnchen, wenn Sie mit einer Gruppe zum Essen unterwegs sind – serviert mit duftendem Reis, scharfem Chili und Ingwerpaste.

Das Rezept für das Gericht wurde von frühen chinesischen Einwanderern abgewandelt, die von der Insel Hainan an der Südküste Chinas stammten. Zuhause in Hainan nennen die Einheimischen das Gericht „Wenchang Hühnchen“. Sie verwenden ein spezielles Hühnchen, das besonders knochig und faserig ist und servieren es mit öligem Reis. Ein Dip aus geriebenem grünem Chili rundet das Gericht ab.

Singapurs Hühnchenreis

Die Zubereitungsmethode geht auf die hainanesischen Wurzeln zurück. Das Hühnchen wird in kochendem Wasser gegart oder blanchiert, bis es vollständig durchgekocht ist. Anschließend wird es in kaltem Wasser eingeweicht, damit das Fleisch zart bleibt. Als lokale Besonderheit wird das Hühnchen manchmal auch geröstet oder in Sojasauce geschmort, um einen anderen Geschmack zu kreieren.

In Singapur wird das Gericht mit kantonesischen Einflüssen zubereitet, wie die würzige rote Chilisauce und die Verwendung zarter, junger Hühnchen.

Es sind jedoch der Reis und die Chilisauce, die das Gericht zu etwas Besonderem machen – oder es ruinieren können. Der Reis wird in Hühnerbrühe mit Ingwer und Pandan-Blättern gekocht, mit genau abgestimmtem Ölgehalt. Und das Chili muss die richtige Mischung aus Schärfe und Säure haben.