Rojak ist umgangssprachlich malaiisch und bedeutet „eklektische Mischung“ – und dieses Gericht wird seinem Namen gerecht. Seine Zutaten spiegeln die kulturelle Vielfalt Singapurs wider und vereinen ganz unterschiedliche Dinge mit kräftigen Aromen in einer harmonisch-leckeren Mischung.

Es ist ein einheimischer Salat aus gemischtem Gemüse, Früchten und frittierten Teigteilchen mit einer dickflüssigen schwarzen Sauce und einer Garnitur aus gehackten Erdnüssen und fein geschnittenen, duftenden Ingwerblüten für einen pikanten Geschmack.

Das Wichtigste für ein gutes Rojak ist die Sauce aus fermentierter Garnelenpaste, Zucker, Limette und Chilipaste. Es muss einen appetitlichen Mix aus süß, sauer und scharf ergeben.

Die Sauce wird traditionell in einer großen Holzschüssel mit einem Holzlöffel zubereitet. Erst wenn die Sauce fertig ist, werden die anderen Zutaten hinzugefügt und gut durchgemischt.

Dazu gehören blanchierte Kang-Kong und Bohnensprossen, knackige rohe Gurke und chinesische Rüben, säuerliche Früchte wie Ananas, junge Mangos oder unreife rosa Äpfel (Jambu), frittierte Teigteilchen und gerösteter Tofu.

Rojak-Geschichte

Niemand kennt den wahren Ursprung von Rojak, da es in Asien viele verschiedene Varianten gibt. Eine davon ist das indonesische Gado-Gado mit Reiskuchen und in Erdnuss-Sauce getränktem Gemüse. Eine andere ist das indische Rojak, dessen Erdnusssauce eine feurig-orangene Farbe hat und als Dip für die Beilagen wie frittierten Teig, Kartoffeln und gedünsteten Tintenfisch verwendet wird.

Rojak wird typischerweise von chinesischen Straßenhändlern verkauft. Bis in die späten 1980er-Jahre gab es noch Rojak-Verkäufer, häufig illegale, die vom Fahrrad aus die Stadtviertel bedienten. Heute haben sie in den meisten Restaurantgegenden der Stadt ein neues Zuhause gefunden.