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Foto von Afur Wong

Fragen Sie jeden Singapurer, und er oder sie hat sicherlich eine wertgeschätzte Erinnerung an den botanischen Garten von Singapur. Das weitläufige Gelände im Herzen der Stadt ist ideal für einen belebenden Dauerlauf oder ein Picknick mit der Familie. Die riesige Auswahl von über 60.000 Pflanzen machen den Park zu einem Paradies für Naturliebhaber.

Dieses Jahr erhält der älteste Garten von Singapur eine weitere Auszeichnung in seiner illustren Geschichte, wenn er zum ersten UNESCO Weltkulturerbe des Landes ernannt wird. Hier sind acht Gründe, warum Sie den Botanischen Garten von Singapur in Ihre Reiseplanung mit aufnehmen sollten.

1. Ein Publikum mit einigen VIPs

Foto von Derrick See

Das heißt, Very Important Plants (sehr wichtige Pflanzen).

Im National Orchid Garden (Nationaler Orchideengarten) können Sie Schulter an Schulter mit VIPs wie der Vanda William Catherine und der Paravanda Nelson Mandela stehen. Es ist eine althergebrachte Tradition für Singapur, Orchideen nach besuchenden Würdenträgern und Prominenten zu benennen, die einen besonderen Beitrag zur Gesellschaft geleistet haben.

Diese besondere Ruhmeshalle enthält einzigartige Orchideen, die nach William und Catherine, dem Herzog und der Herzogin von Cambridge, benannt wurden, oder nach Ehrengästen wie Nelson Mandela und Prominenten wie Jackie Chan und Shah Rukh Khan. Bei über 200 ausgestellten VIP-Orchideen sind wir gespannt, wie viele Namen Sie erkennen.

2. Machen Sie ein Selfie mit dem berühmtesten Baum Singapurs

Wussten Sie, dass der majestätische Tembusu-Baum, der auf dem 5-Dollar-Schein von Singapur zu sehen ist, ein wirklicher Baum ist, der im botanischen Garten steht? Dieser historische Baum, von dem man glaubt, dass er älter als der 156 Jahre alte Garten ist, diente als Schutz und nostalgischer Fotohintergrund für Generationen junger Liebespaare, neugieriger Baumkletterer und Parkbesucher.

Heutzutage befindet sich ein Zaun um den Baum herum, der die Auswirkungen exzessiver Bodenverdichtung aufgrund der vielen Besucher reduzieren soll. Seine ikonischen, niedrigen Äste werden durch ein dynamisches Trägersystem gestützt. Machen Sie sich aber keine Sorgen: Sie können immer noch nahe genug herankommen, um ein tolles Foto mit dem Baum zu machen, den jeder Singapurer kennt.

3. Sehen Sie den Geburtsort von Südostasiens Gummi-Boom

Es ist nicht übertrieben zu behaupten, dass Südostasien ohne den botanischen Garten von Singapur ganz anders aussähe. 1877 wurde Gummibaumkeimlinge von Londons Kew Gardens nach Singapur gebracht, wo sie in den Gärten angepflanzt wurden.

In den 80er und 90er Jahren des 19. Jahrhunderts wurden nachhaltige Gummi-Abstichtechiken entwickelt, die den Gummi-Boom auf der malaiischen Halbinsel in Gang setzte. Bis 1917 hatte der Botanische Garten die Region mit mehr als 7 Millionen Gummibaumkeimlingen beliefert und Südostasien wirtschaftlichen Wohlstand beschert. Diese Versorgung mit Gummi setzte außerdem beispiellose Entwicklungen in verschiedenen, modernen Industriezweigen in Gang, die Gummi als Rohmaterial für ihre verschiedenen Innovationen benötigten, wie z. B. die Automobil-, Luftfahrt- und Textilindustrie.

4. Genießen Sie England in den Tropen

Mit seinen großzügigen Anlagen, gewundenen Pfaden und seiner natürlichen Pflanzenverteilung ist der Botanische Garten von Singapur der einzige große Park in Südostasien, der im Stil eines englischen Landschaftsgartens gestaltet ist. Der Garten wurde 1859 von Lawrence Niven entworfen, dessen Arbeit den Einfluss der Lustgärten und Parks in England widerspiegelt.

Diese Gestaltung wurde im Laufe der Jahre größtenteils beibehalten; in dem Park befinden sich außerdem viele historische Gebäude wie Burkill Hall, Ridley Hall, EJH Corner House und Holttum Hall. Halten Sie besonders Ausschau nach Burkill Hall, das als das einzige, überlebende Beispiel Südostasiens eines anglo-malaiischen Hauses im Plantagen-Stil gilt.

5. Kulturelle Inspiration mit kostenfreien Konzerten im Park

Foto von Marklin Ang

Klassische Musik inmitten von sattem Grün als Bühne ist etwas Unvergessliches. Deshalb hält das Singapore Symphony Orchestra oft kostenfreie Konzerte in den Gärten ab, bei denen bekannte Klassiker mit modernen Filmsongs gemischt werden.

6. Besuchen Sie die ursprüngliche Pflanzengärtnerei der Garden City

Bei Ihrem Spaziergang durch die Gartenstadt Singapur sollten Sie die Grünbepflanzung entlang der Straßen sowie die kleinen Naturfleckchen inmitten dieses urbanen Dschungels bewundern – viele dieser Pflanzen hatten ihre Wurzeln im wahrsten Sinne des Wortes im Botanischen Garten.

Als der Premierminister Lee Kuan Yew seine Baumpflanzungskampagne und das Garden City Programm in den 60er Jahren begann, war die Gegend, in der sich heute Symphony Lake befindet, eine Gärtnerei, wo die Pflanzen gezüchtet wurden, die die Stadt schließlich ergrünen ließen. Heute hält der Botanische Garten immer noch an seiner Mission fest, die Stadt sauber und grün zu halten. Es gibt ein hoch angesehenes botanisches Zentrum, das als weltweit führendes Institut für tropischen Gartenbau anerkannt ist.

7. Treffen Sie eine romantische Verabredung am ersten Paktor-Ort von Singapur

Reisen Sie in die Vergangenheit und genießen Sie ein romantisches Date im Botanischen Garten, dem vermutlich ersten Paktor (Hokkien für Date)-Ort in Singapur. Während der 50er und 60er Jahre war dies angeblich ein beliebter Treffpunkt für Familien, die arrangierte Ehen aushandeln wollten. Später haben junge Verliebte geheime Treffen in den vielen Winkeln des Parks geplant.

Einige hübsche Stellen, an die man jemand Besonderen entführen könnte, sind der Swan Lake Gazebo, der majestätische burmesische Banyan-Baum oder der Orchesterstand. Letzterer wurde als Bühne für musikalische Auftritte genutzt und ist jetzt ein beliebter Hintergrund für Hochzeitsfotos. Suchen Sie nach Inspirationen für einen Heiratsantrag?

8. Denken Sie an die Beiträge unserer Pioniere

Wenn Sie die Treppe des Pflanzenhauses hinauflaufen, sollten Sie genauer hinschauen. Die Ziegelsteine dieser Treppe wurden von Kriegsgefangenen während des 2. Weltkrieges gefertigt und mit Pfeilen als stiller Akt des Widerstands versehen.

Sie sollten hier einen Moment innehalten, um diese bewegende Erinnerung an die harte Arbeit und die Opfer, die unsere Vorfahren gebracht haben, um die Grundlage für diese moderne Stadt zu legen, zu würdigen.