Der ungewöhnliche Effekt des von dem deutschen Architekten Ole Scheeren entworfenen The Interlace ist eine Freude für die Augen.

Foto von Choo Yut Shing via Foter.com

Wenn Sie den Grüngürtel vom Kent Ridge zum Telok Blangah Hill und dem Mount Faber Park entlang gewandert sind, hat womöglich ein Apartmentkomplex Ihren Blick auf sich gezogen.

Die rechten Winkel

Die Apartmentblöcke des The Interlace sind scheinbar zufällig aufeinander gestapelt und in unterschiedliche Richtungen angeordnet, sodass sie keine geraden Linien bilden. Alle 31 Blöcke sind gleich hoch und umfassen sechs Stockwerke.

Der Effekt ist zwar ungewöhnlich, aber dennoch ein Augenschmaus mit den überstehenden Ecken, die Platz für üppige Dachgärten, Terrassen und große Balkone mit stufenförmig angelegter Bepflanzung bieten.

Garantiert anders als alles, was Sie zuvor in Singapur gesehen haben. Es wurde von dem deutschen Architekten Ole Scheeren entworfen, der für seine Entwürfe einiger der extravagantesten Gebäude der Welt bekannt ist, wie zum Beispiel der CCTV-Zentrale in Peking.

Bitte nicht stören

Scheerens Plan war es, sich von der normalen Form eines Wolkenkratzers zu lösen. Darum hat er die Vertikale in die Horizontale übertragen, ein Gebäude in mehrere Blöcke heruntergebrochen und diese in verschiedenen Winkeln gedreht, sodass jeder einzelne Block Privatsphäre und einen anderen Ausblick bietet.

Die hexagonale Anordnung stellt außerdem sicher, dass die Bewohner sowohl private als auch öffentliche Flächen nutzen können. Sie erhält Individualität, während sie gleichzeitig ein starkes Gemeinschaftsgefühl vermittelt.

Seine bahnbrechende Vision könnte ein Musterbeispiel für viele sein, die versuchen, in immer dichter besiedelten Städten ein Gleichgewicht zwischen den Raumanforderungen und Privatsphäre herzustellen, wo beide Qualitäten immer mehr zu einem Luxusgut werden.