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Vor sehr langer Zeit ...

Vor sehr langer Zeit war Singapur als Temasek (Küstenstadt) bekannt.

Die ersten historischen Aufzeichnungen Singapurs existieren nicht mehr. Im Bericht eines Chinesen aus dem dritten Jahrhundert wird Singapur als „Pu-luo-chung“ oder „Insel am Ende einer Halbinsel“ beschrieben. Später, als 1298-1299 die ersten Siedler kamen, war die Stadt unter dem Namen Temasek („Küstenstadt“) bekannt.

Im Verlauf des 14. Jahrhunderts erhielt die kleine, aber strategisch gut positionierte Insel einen neuen Namen. Gemäß der Legende befand sich Sang Nila Utama, ein Prinz von Palembang (der Hauptstadt von Srivijaya), auf einem Jagdausflug, als er ein Tier entdeckte, das er nie zuvor gesehen hatte. Er fand, dass dies ein gutes Zeichen war und gründete dort, wo das Tier gesichtet worden war, eine Stadt, die er „Stadt des Löwen“ oder Singapura nannte – abgeleitet von den Sanskritwörtern „Simha“ (Löwe) und „Pura“ (Stadt).

Die Stadt wurde daraufhin von den fünf Königen des alten Singapura regiert. Sie befand sich an der Spitze der malaiischen Halbinsel, wo sich verschiedene Schifffahrtsrouten kreuzen. Die Stadt erlebte ihre Blütezeit als Handelsstandort von Schiffen wie chinesischen Dschunken, arabischen Dhaus, portugiesischen Kriegsschiffen und buginesischen Schonern.

Der Einfluss von Raffles

Ihre strategisch günstige Lage machte die Stadt zu einem idealen Handelsknotenpunkt.

Das moderne Singapur wurde im 19. Jahrhundert gegründet – dank politischer Entscheidungen, Handel und eines Mannes, der als Sir Thomas Stamford Raffles bekannt war.

In jener Zeit war das Britische Weltreich auf der Suche nach einem Anlaufhafen in dieser Region. Dort wollte es seine Handelsflotte stationieren und ein weiteres Vordringen der Holländer verhindern. Singapur, bereits ein aufstrebender Handelsposten an der Straße von Malakka, schien optimal geeignet.

Raffles, zu jener Zeit Vizegouverneur von Benkulen (heute Bengkulu) in Sumatra, kam am 29. Januar 1819 in Singapur an. Er erkannte, welch großes Potenzial die mit Sumpfvegetation bedeckte Insel bot, war an einer Vertragsaushandlung mit den einheimischen Machthabern beteiligt und machte Singapur zu einer Handelsniederlassung. Als Knotenpunkt des Wiederausfuhrhandels expandierte die Stadt schnell und zog Immigranten aus China, Indien, dem malaiischen Archipel und weiter entfernten Orten an.

1822 setzte Raffles den Raffles Town Plan (Raffles-Stadtplanung), auch als Jackson-Plan bekannt, um. Dadurch wollte er der zunehmenden Unstrukturiertheit in der Kolonie abhelfen. Die Wohngebiete, in denen die verschiedenen ethnischen Bevölkerungsgruppen lebten, wurden in vier Bereiche eingeteilt. Im europäischen Teil der Stadt lebten europäische Händler, Eurasier und reiche Asiaten. Die Chinesen hingegen lebten im heutigen Chinatown und südöstlich des Singapore River. Die Volksgruppe der Inder wohnte in Chulia Kampong, nördlich von Chinatown, und in Kampong Glam lebten Muslime, Malaien und Araber, die nach Singapur eingewandert waren. Singapurs Bedeutung als Handelsposten nahm mit der Gründung mehrerer wichtige Banken, Handelsgesellschaften und Handelskammern stetig zu. 1924 wurde ein Damm eingeweiht, der den nördlichen Teil von Singapur mit Johor Bahru verband.

Krieg und Frieden

Die alliierten Truppen ergeben sich 1942

Der Wohlstand Singapurs wurde während des zweiten Weltkriegs stark beeinträchtigt, als die Stadt am 8. Dezember 1941 von den Japanern angegriffen wurde. Die Angreifer kamen aus dem Norden und überraschten die britischen Militärkommandanten, die einen Angriff von der südlichen Seite über das Meer erwartet hatten. Obwohl sie zahlenmäßig überlegen waren, ergaben sich die alliierten Truppen den Japanern am 15. Februar 1942, am Chinesischen Neujahr. Es war die größte Niederlage von Streitkräften unter britischer Führung, die es in der Geschichte jemals gab. Die Insel, die zuvor als „uneinnehmbare Festung“ gefeiert worden war, wurde in Syonan-to umbenannt (oder "Licht der Südinsel" im Japanischen).

Als sich die Japaner 1945 ergaben, wurde die Insel der britischen Militäradministration übergeben, die bis zur Auflösung der Straits-Siedlungen (Penang, Melakka und Singapur) an der Macht blieb. Im April 1946 wurde Singapur zu einer britischen Kronkolonie.

Der Weg zur Unabhängigkeit

Es war ein langer Weg, bis Singapur zu der Stadt wurde, die wir heute kennen.

1959 führte der wachsende Nationalismus zur Selbstverwaltung und zu den ersten Parlamentswahlen des Landes. Die People’s Action Party (PAP) gewann mit 43 Sitzen die Mehrheit und Lee Kuan Yew wurde der erste Premierminister Singapurs.

1963 wurde Malaysia gegründet und bestand aus der Föderation aus Malaya, Singapur, Sarawak und Nord-Borneo (das heutige Sabah). Dieser Schachzug sollte eine engere Bindung fördern. Der Zusammenschluss mit Singapur währte jedoch nicht lange – weniger als zwei Jahre später, am 9. August 1965, trat Singapur aus der Föderation aus und wurde ein unabhängiger, demokratischer Nationalstaat.

Bis heute sind viele Aspekte aus der multikulturellen Kolonial- und Kriegszeit Singapurs in der Stadt selbst und in der näheren Umgebung erhalten geblieben. Sie können sich Bauwerke, Museen und Denkmäler ansehen oder einen Spaziergang entlang der Kulturpfade unternehmen, wenn Ihnen nach einer Zeitreise ist.